Viele Hundebesitzer kennen das "Problem":  Sobald der Hund einen "Pferdeapfel" sieht, stürzt er sich darauf und verschlingt ihn ...

 

In den meisten Fällen hört man dann ein angeekeltes "Pfui" oder "Aus" und es wird sofort heftig (soweit vorhanden) an der Leine gezerrt, um den Hund daran zu hindern.

 

Wenn man als Hundebesitzer darauf achtet, wird man merken, dass dieses "Phänomen" meistens im Frühjahr und Herbst auftritt, wenn der Hund im Fellwechsel ist. Möglich ist auch, dass der Hund eine Krankheit überstanden hat oder durch andere Umstände wie z.B. Trächtigkeit oder Läufigkeit geschwächt ist, wenn er sich auf die Pferdeäpfel stürzt.

 

Ich gebe zu, es scheint sicherlich nicht sehr appetitlich zu sein, wenn der Hund die Hinterlassenschaften von Pferden in sich hineinschlingt, aber der Hund handelt instinktiv und RICHTIG!

 

Zum einen ist ein Pferdeapfel gar nicht "Pfui", da das Pferd ein reiner Pflanzenfresser ist und somit nur "kompostierbare" Hinterlassenschaften produziert. Gerade Gärtner schätzen Pferdeäpfel als natürlichen Dünger z.B. für ihre Tomaten.

 

Wenn man an einem Pferdeapfel riecht merkt man auch gleich, dass dieser bei weitem nicht so extrem riecht wie z.B. Hunde- oder Katzenkot.

 

Was aber viel wichtiger ist (und das weiß der Hund instinktiv!): Das Pferd produziert ein natürliches Antibiotikum!

 

Durch die Aufnahme von Pferdeäpfeln stärkt der Hund nicht nur sein Immunsystem, sondern kommt auch besser durch den Fellwechsel oder regeneriert sich schneller nach Krankheiten. 

 

Pferdeäpfel sind deswegen natürlich kein "Allheilmittel", aber sie werden keinesfalls schaden und wenn der Hund sich darauf stürzt, wird er seinen Grund dafür haben - und dieser Grund ist sicherlich nicht, dass er seinen Halter ärgern möchte oder ungehorsam ist.