Hier möchte ich Ihnen ein wenig erzählen, was ein Tierheilpraktiker ist (was darf ein Tierheilpraktiker - was darf er nicht?) und wie ich als Tierheilpraktikerin arbeite:


 In den letzten Jahren hat sich der Begriff "Tierheilpraktiker" immer mehr verbreitet und doch können sich viele Menschen immer noch nichts unter diesem Berufsbild vorstellen. Der Tierheilpraktiker (THP) wendet im Gegensatz zum Tierarzt alternative Heilmethoden an, um beim Tier Krankheiten vorzubeugen oder zu behandeln.

 

Der THP darf nicht operieren, sedieren (betäuben) oder euthanasieren (einschläfern). Darüber hinaus dürfen wir auch keine verschreibungspflichtigen Medikamente verabreichen  oder impfen.

Der THP konzentriert sich nicht auf die Behandlung der Symptome des zu behandelnden Tieres, sondern verschafft sich einen Gesamtüberblick Ihres Tieres, worin auch das Aussehen, das Verhalten und vorhandene sowie ausgeheilte Erkrankungen einbezogen werden.

 

Dafür benötigt der THP die Mithilfe des Patientenbesitzers, welche oft einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Zu diesem Zweck habe ich persönlich sehr ausführliche Fragebögen erstellt, welche der Patientenbesitzer (auch mit meiner Hilfe) bei der Erstanamnese (Erstaufnahme des Patienten) genau ausfüllt. Hier frage ich nach Verhalten, Krankheiten sowie Fütterung und früheren Behandlungen. Durch diese Befragung kristallisiert sich ggfs. schon die mögliche Ursache des Problems heraus. Was aber ebenso wichtig ist, dass ich mir dadurch ein genaues Bild über den Patienten machen kann.

 

Sobald diese ausführliche Befragung erfolgt ist, wird das Tier von mir gründlich untersucht, wobei ich genau darauf achte, dass sich der Patient wohlfühlt während der Untersuchung. Ich werde keinen Zwang anwenden und lehne sogenannte "Hilfsmittel" wie Maulkorb, Stachelhalsband, Nasenbremse etc. rigoros ab! Denn nur dann wird das Tier keine Angst haben und sich ganz natürlich verhalten, darüber hinaus wird es auch bei den möglichweise folgenden Behandlungen ohne Angst und meist vertrauensvoll auf den THP zugehen.

 

Sobald die Untersuchung des Tieres abgeschlossen ist, erläutere ich den Patientenbesitzern die Therapiemöglichkeiten und die Durchführung.

 

Alleine für die Erstuntersuchung samt Befragung und Fragebogen benötige ich ca. 1 - 2 Stunden.

 

Nach der Anamnese werte ich in Ruhe den Fragebogen und den persönlichen Eindruck sowie mein Untersuchungsergebnis aus und erstelle zeitnah einen Therapieplan, welche ich dem Patientenbesitzer schnellstmöglich zur Verfügung stelle.